Merkels Freude über den Tod Osama Bin Ladens

„Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.“

So lautet die offizielle Stellungnahme von Angela Merkel zur Erschießung von Osama Bin Laden.  

Ehrlich gesagt bin ich erschrocken, dass eine Politikerin der Christlich Demokratische Union solch einen Satz über die Lippen bringt; dass diese Person dann auch noch die amtierende Bundeskanzlerin von Deutschland ist, erschreckt noch mehr.

Halten wir uns zunächst an die christlichen Werte (auf die sich auch Frau Merkel gerne beruft). „Du sollst nicht töten“ lautet das fünfte der zehn Gebote. Ist dies nun außer Kraft? Ist eine Tötung ein Grund zur Freude? Kann ich mich als überzeugter und bekennender Christ über den Tod eines Menschen freuen? Für mich ist das ganze Paradox!

Auch die rechtliche Situation ist für mich sehr zweifelhaft. Der/die Bundeskanzler/in muss sich an geltendes Recht halten. Artikel 2 des Grundgesetzes besagt, dass jeder Mensch das Recht auf Leben besitzt. Mit dem rechtsstaatlichen System ist eine solche prozesslose Hinrichtung also in keiner Weise vereinbar.

Keine Zweifel bestehen an der Schuld von Bin Laden. Doch jemand, der faktisch das höchste Amt in unserem Staat bekleidet, darf sich nicht an einem Tod erfreuen. Die Erleichterung und die damit verbundene Solidarität zu einem engen Bündnispartner ist durchaus gerechtfertigt. Das öffentliche bekennen der Freude über den Tod eines Menschen hingegen ist in unserem Land nicht tragbar!

Die Wahlversprechen der Bundesregierung

Am 27. September wurde der 17. deutsche Bundestag gewählt. Als Gewinner können sich sowohl CDU/CSU als auch die FDP zählen. Mit einer Menge Wahlversprechen haben beide geschafft einen (Groß-)Teil der deutschen Wahlberechtigten zu überzeugen. Doch wie die Vergangenheit schon gezeigt hat, ist Versprechen einfach, diese aber zu halten und in die Tat umzusetzen oft schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Ich möchte in meinen Posts zeigen, wie die Bundesregierung ihre gegebenen Versprechen einhält bzw. nicht einhält und was die Opposition dazu sagt.

Zunächst einmal ist es notwendig zu wissen, welche Ziele sich die Regierung gesetzt hat und welche Versprechen dabei gegeben wurden. Als erstes dazu einen Auszug aus der ehrgeizigen Schrift  “10 Ziele der CDU zur Bundestagswahl 2009“:

1. Wir brauchen nachhaltiges Wirtschaftswachstum, um die Krise zu überwinden. Dafür werden wir […] die Bürger entlasten.

2. Um unser Ziel “Arbeit für alle” zu erreichen, müssen wir mehr denn je eine Bildungs- und Qualifizierungsoffensive starten.

3. […] Bildung darf keine Frage des Einkommens der Eltern sein.

6. […] Unsere Anstrengung für neue, klimaschonende Technologien werden wir noch einmal steigern.

(Zitiert aus http://www.regierungsprogramm.cdu.de/doc/pdfc/090807-btw-argukarte-zehn-ziele.pdf)

Wenn man den zehn Punkten glauben schenkt, dann ist das Ziel der CDU die Bürger finanziell zu entlasten, Bildung zu ermöglichen, sowie umweltbewusste Politik zu betreiben. Aufgeführt habe ich lediglich vier der zehn Ziele, da ich später noch genauer auf die richtigen Versprechen der Bundesregierung (CDU und FDP) eingehen werde.

Auf Seiten der FDP gibt es ebenfalls ein Wahlprogramm, dass den schönen Namen “Die Mitte stärken. Deutschlandprogramm 2009” trägt. In ihm sind die Ziele der FDP, ähnlich wie bei der CDU, wiedergegeben. Da dieses Dokument um einiges umfangreicher ist, beschränke ich mich hier nur auf Auszüge aus dem Inhaltsverzeichnis:

1. Mehr Chancen durch Bildung, Forschung und Innovation

2. Mehr Wohlstand und Lebensqualität durch Freiheit und Verantwortung

3. Internationale Politik für Frieden, Freiheit und Wohlstand der Welt

(Zitiert aus http://www.liberale.de/files/653/Deutschlandprogramm09_Endfassung.PDF)

Dem zufolge verfolgt die FDP ähnliche Ziele wie die CDU. Die FDP setzt sich aber auch zusätzliche und sehr ehrgeizige Ziele wie “Wohlstand der Welt”. Insgesamt sollen jedem einzelnen von uns mehr Rechte zugesprochen werden (“Freiheit”); Im Gegenzug muss jede Bürgerin und jeder Bürger damit rechnen mehr dafür machen zu müssen (“Verantwortung”).

Da nicht nur die Regierung mit ihren Programmen und Versprechen zu einer funktionierenden Demokratie beiträgt, sondern ebenso die Opposition (wie oben bereits erwähnt), möchte ich in meinen Beiträgen deren Stellungnahmen, Beiträgen, etc. aufführen und reflektieren.

Unsere Webseite verwendet nur Cookies, die technisch notwendig sind und keine Informationen an Dritte weitergeben. Für diese Cookies ist keine Einwilligung erforderlich. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung: Datenschutzerklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close