Wahlkampf

https://www.youtube.com/watch?v=63h_v6uf0Ao

Einen netten Einblick in die besten US Wahlkampfspots der letzten Jahrzehnte bietet nerve.com. Das Internetarchiv spezialisiert sich auf den Wahlkampf von 2008 und stellte hierzu einige Beiträge online.

Inhaltliche Vergleiche zwischen den Programmen der beiden Kandidaten finden sich hier:

Und für Deutschland? Für die letzten Europawahlen ist auf den Seiten der Bundeszentrale eine Auswahl historischer Plakate zu finden. Weitere Materialien der BZfpB zum Thema sind hier und hier zu finden. Eine Seite, die sich nur mit Wahlplaketen beschäftigt und recht umfangreiche Materialien zur Verfügung stellt ist Historische-Wahlplakate. Lehrer-online stellt in ZIP Archiven verpackte Plakate aus der Weimarer Republik zum Download zur Verfügung – und die Unterrichtseinheit hierzu gleich mit dazu.

Erhellend ist evtl. auch, dass inzwischen auch Computerspiele Wahlplakate enthalten können.

Obama oder McCain?

Google-Trends könnte, so die Idee von M.Maier, als Vorhersageinstrument im Rahmen der Wahlforschung eingesetzt werden. Ich habe seinen Ansatz gleich mal nachvollzogen.

Prämissen:

  1. Internetnutzer entsprechen in den USA ausreichend genau der Wahlbevölkerung;
  2. Es wird nach der Person gegooglet, die man wählen will;

So ergibt sich …

… dass Obama die Wahl gewinnen wird.

Für die Vergangenheit scheint sich dies zu bestätigen. Als es 2004 um Bush oder Kerry ging ergab sich bei Google Trends folgendes Bild:

Obama müsste demnach mit einem klaren Vorsprung aus der Präsidentenwahl hervorgehen.

Am Mittwoch wissen wir mehr.

Obamania

Europa “hat schon gewählt” und bevorzugt klar Obama, der sich vor wenigen Tagen mit dem längsten Wahlkampfspot (und ziemlich sicher auch dem teuersten) der Geschichte im US-Fernsehens so breit machte, dass die Übertragung eines Spiels der World Series verschoben werden musste. Baseball wäre vielen wohl lieber gewesen als das hier:

Warum Obama in Europa trotz derartig pathetischer Hollywood-Spots so erfolgreich ist, dem geht die Presseschau auf eurotopics nach – allerdings ohne eine klare Antwort zu finden. Die ZEIT hingegen spekuliert, dass das kontinentale, eher sozialdemokratische Politikmodell Obamas den Ausschlag gibt. Eine These, die auch im Expertengespräch auf SWR2 Forum [MP3] anklingt.

Dass ein derartiger Wahlkampf in Deutschland nie stattfinden wird, versucht politik-digital unter dem Titel “Nicht einfach den Obama machen” zu begründen. Gut, dass wir verschont bleiben, denn Europa könnte mit dem vielen Lorbeer so oder so ziemlich auf dem Holzweg sein [1] [2] [3] [4] [5] – Obama hat nämlich Deutsche Wurzeln ;-). Das Hauptproblem dürfte wohl sein, dass Europäer die Vokabel multilateral aus dem Mund eines Amerikaners nicht so verstehen, wie diese ziemlich sicher gemeint ist: burden-sharing.

Ein Element des US-Wahlkampfes ist mir trotzdem sehr sympathisch: Ge-netzt wird in US-Wahlkämpfen schon seit mehreren Jahren recht heftig. Eine kleine Auswahl: Im zweiten Whitehouse können Nutzer Aufgaben für den neuen Präsidenten hinterlassen und in BigDialog Botschaften. Wer selbst mitwählen will wird hier bedient.

Beständigere Hintergrundinformationen zur USA, als sonst zu Wahlzeiten, sind im entsprechenden Dossier auf den Seiten der Bundeszentrale zu finden. Gehaltvolle Informationen zum politischen System der USA sind im Heft 283 der Informationen zur politischen Bildung zu haben. Sehr informativ ist auch der Blog “USA erklärt“.

Finanzkrise erklärt

Einfache Erklärungen greifen zu kurz, haben aber den Vorteil, dass diese eingängig sind und zumindest den Einstieg in das Thema selbst erleichtern können. Empfehlenswert ist die Lektüre der folgenden Beiträge:

… aber die beste Erklärung der Ursachen der Finanzkrise liefern Bird & Fortune:

Fast schon erschreckend, wie wahr Komik sein kann.

Nachtrag zu 9/11

Im Folgenden ein erweitertes Exzerpt zu einem Artikel auf der Seite der ZEIT zum Thema Ursachen von Terrorismus:

Quelle: http://www.zeit.de/2005/34/Terrorismus?page=1

Geschichtsbild von Terroristen und Fundamentalisten:

  1. Glorreiche Vergangenheit
  2. dunkle Gegenwart (Kultur, Politik) → kranke Gesellschaft, Opfer äußerer Einflüsse (Westen, Modernisierung, Globalisierung, Vernichtung von Gewissheiten, zu viel an Freiheit und Wahlmöglichkeiten, Verlust von moralischen Standards, Solidarität …)
  3. glorreiche Zukunft

Ziel von Terroristen:

Krankheit der Gesellschaft zu heilen durch Rück(!)besinnung auf traditionelle Werte

→ Kampf mit sich selbst (Innen) → Fundamentalismus

→ Kampf mit den Verursachern (Außen) → Terrorismus

Unterschied zwischen beiden Gruppen

  • Fundamentalisten noch Teil weiterer Bezugsgruppen
  • Terroristen nur noch Teil der religiösen und fundamentalistischen Bezugsgruppe

→ Isolation von der Gesellschaft, Konzentration auf Rache als Daseinszweck

Sozialer Hintergrund von Terrorismus:

Mittelschicht, Bildungselite (und eben nicht persönliche Armut!)

  • erkennt die Rückständigkeit der eigenen Gesellschaft
  • erkennt die „moralische Verkommenheit des Westens“ und dessen Einfluss auf die eigene Gesellschaft
  • erkennt die Ungerechtigkeit in der Weltwirtschaftsordnung etc.

→ empfindet dies als Demütigung und kann diese auf Grund seiner Bildung formulieren, eine Strategie zur Bearbeitung entwickeln und in einen ideologischen Überbau integrieren

Diagnose:

Betonung von Ehre in islamischen Gesellschaften sensibilisiert Terroristen zusätzlich für Demütigungen (ausreichend: empfundene ~) und führt insgesamt zur narzisstischen Kränkung (Wikipedia zum Begriff)

Versuch einer Zusammenfassung:

Terrorismus wird so zu einer Art psychischen Krankheit auf Grund einer mangelhaften kulturellen Verarbeitung von Modernisierungsfolgen

terrorursachen_zeit PDF 49 KB

terrorursachen_zeit ODT 25 KB

Tipp für weitere Lektüre: http://www.zeit.de/2006/23/Enzensberger?page=1

Kaukasus Krise

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in den Medien zwei Punkte die Diskussion über den Krieg in Georgien dominieren: a) die Schwäche Europas, die sich vor allem in einer fehlenden gemeinsamen Außenpolitik zeigt und b) die Abhängigkeit Europas von russischen Rohstoffen, die ein dezidierteres Eingreifen in den Konflikt verhindere.

Eine Übersicht über internationale Pressestimmen bietet euro|topics: Folgen der Kaukasuskrise. Die Zeit legt ihren Schwerpunkt bei der Berichterstattung auf die Rolle der NATO [1][2] und den Konflikt zwischen den USA und Russland [3]. Ansonsten ist es im Web auffällig ruhig: Die Bundeszentrale für politische Bildung, sonst immer gleich mit einem umfangreichen Dossier zu aktuellen Themen online, hat nur eine Seite mit drei eher allgemeinen Links zu bieten und auch die Landeszentrale für politische Bildung BaWü bietet kaum mehr als Verweise auf andere Seiten. Der Spiegel liefert zwar Aktuelles, wie auch die SZ und die Seiten der tagesschau – wissenschaftliche(re) oder umfassendere Interpretationen sind aber – von einigen wenigen Kommentaren abgesehen – rar. Etwas aus dem üblichen Rahmen fällt die Interpretation von Kai Ehlers in TP, der den Konflikt als Stellvertreterkrieg interpretiert.

Empfehlenswerte grundlegende Lektüre zum Krieg zwischen Russland und Georgien lässt sich im Dossier der Bundeszentrale zum Thema Innerstaatlich Konflikte finden.

Nachtrag

Eine inzwischen (Sept. 08) erstellte Linkliste auf dem Bildungsserver Hessen reicht wichtige Informationen nach:

http://lernarchiv.bildung.hessen.de/krisen/kaukasus/georgien/index.html

Auch in SWR2 Forum wurde die russische Aussenpolitik diskutiert – und steht hier als Podcast zur Verfügung:

http://mp3.swr.de/swr2/forum/swr2_forum_20080903_russische_politik.6444m.mp3

Olympia

Informationen zu den olympischen Spielen in China sind an vielen Stellen im Netz zu finden. Für politisch interessierte Leser/innen eigenen sich die folgenden Artikel, Blogs, Filme und Audiostreams besonders:

Schwerpunktseiten zu China während Olympia

Die folgenden Seiten bieten zwar nicht nur Informationen zu den olympischen Spielen, stehen aber in einem so engen Zusammenhang mit Olympia, dass davon ausgegangen werden muss, dass diese Seiten nach den Spielen nicht weiter gepflegt werden:

Polylog Fightclub: Olympische Spiele in China pro und contra – zwei kurze Vodcasts und die Möglichkeit in einem Forum mit anderen Nutzern weiter über das Thema zu streiten.

China Watch Blog – Eine Diktatur unter Beobachtung, nicht nur während der Spiele;

SWR2 Chinablog: Hintergrundinformationen, -geschichten und Podcasts rund um China mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Politik – und natürlich auch Sport;

Reporter ohne Grenzen – Kampagne zu den Spielen in China;

ZEIT Leben – Schwerpunktseite zu Olympia in China;

Tagesschau – Schwierige Spiele im Reich der Mitte, tagesaktuelle Nachrichten und Hintergrundinformationen;

SZ-Magazin – Eine Frage des Gewissens (oder blutige Finger auf der Fernbedienung)

Allgemeine Informationen zu China

BZfpB – Dossier zu China. Eine Sammelseite mit allen Informationen der Bundeszentrale, z.B. politisches System, Wirtschaftspolitik, Mao und auch Statistiken

Netzpolitik.org – Artikel zu China mit den Themenbereichen Politik, Menschenrechte, Presse, Tibet und weitere;

SWR2 Hörbar zu China: Linkseite zu allen Podcasts, die mit China in Zusammenhang stehen – von Außenpolitik bis Kultur;

Amnesty Länderberichte zu China – die Menschenrechtslage;

APuZ zu China mit den folgenden Artikeln / Themen:

China als Akteur der Weltpolitik (Xuewu Gu)
Die neue politische Ökonomie Ostasiens und die Rolle Chinas (Bernhard Seliger)
China – Die soziale Kehrseite des Aufstiegs (Heinrich Kreft)
China – Entwicklung zur Zivilgesellschaft? (Thomas Heberer)
Umweltsituation und Umweltpolitik in China (Eva Sternfeld)
Die Taiwanpolitik der EU – Beschränkungen und Chancen (Tang Shaocheng)

Weltpolitik.net – Länderberichte und Analysen zu China

Schule als Welt

Das Projekt “Schule als Welt”  (SaW) wird am Ende des nächsten Schuljahres wieder auf dem Höhnisch durchgeführt. Wer auf der Suche nach aktuellen Informationen rund um SaW ist, wird auf der Webseite des Projektes fündig:

http://www.schulealswelt.de/

Dort ist für einen ersten Eindruck ein Besuch des Kursraumes Informationen zu SaW zu empfehlen, der auch für Gäste geöffnet ist. Die zweite Auflage des Projektes unterscheidet sich von der ersten Version vor allem dadurch, dass SaW nun komplett eigenständig sein wird: Auch die Simulation der Internationalen Beziehungen sowie der Ökonomie wird von der Projektgruppe selbst entwickelt.

Die Projektgruppe tagt auch während der Sommerferien und freut sich über weitere Mitstreiter/innen. Interessierte sollten sich auf schulealswelt.de registrieren und do.weller // kvfg.net eine E-Mail schicken, dass sie in den Kursraum für die Planungen zu SaW am KvFG aufgenommen werden wollen. Selbstverständlich kann man / frau auch einfach zu einem der Treffen der Arbeitsgruppe erscheinen.

Das nächste Treffen findet am Dienstag, den 29. Juli um 18:00 Uhr auf der Terrasse der Bibliothek am KvFG statt. Essen und Trinken sollte selbst mitgebracht werden – es kann sein, dass der Abend etwas länger dauert 😉

Hallo Welt!

Ein Blog des Fachbereichs Gemeinschaftskunde am KvFG zur Integration in die Webseiten auf kvfg.de. Wie schon am Layout dieses Blogs abzulesen ist, soll hier nicht viel “auf bunt” gemacht werden, sondern Text und Informationen stellen den Schwerpunkt der Veröffentlichung dar – einerseits aus dem Gemk-Unterricht heraus, andererseits aber auch über aktuelle Entwicklungen in der politischen Blogosphäre.