Kinderarmut in Deutschland

Kinderarmut ist heutzutage eines der größten Probleme der Bundesrepublik Deutschland.

“Arm ist, so  die offizielle Deinition der EU, wer weniger als 60% des mittleren Netto-Einkommen verfügt. Für die Alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern sind das in Deutschand ca. 1440 Euro. 45% dieser Kleinfamilien fallen unter diese Armutsgrenze.”

(Quelle: http://www.kinder-armut.de/armut/kinderarmut-definition.html )

Erschreckend ist auch die Tendenz, dass sich die Anzahl an armen Kindern jedes Jahr erhöht, obwohl Deutschland im internationalen Vergleich die höchsten Direktzahlungen an Familien hat.  In Norwegen, eines der Ländern mit dem geringsten Prozentsatz an Kinderarmut, werden vergleichsweise viel mehr staatliche Gelder in Einrichtungen wie KiTas, Kindergärten und Schulen gesteckt, als hier zu Lande. Ein weiterer Missstand sind die in Deutschland wiedereingeführten Studiengebühren, die für viele eine unüberwindbare Barriere darstellen, um Zugang zum Hochschulsystems zu erhalten

Vor dem Hintergrund dieser Ausgangssituation fordert die CDU ein Bertreuungsgeld. Meiner Meinung nach ist dies der falsche Weg, da Investitionen in KiTas in Deutschland längst überfällig sind. Diese Plätze könnten mehrere Dinge zu gleich verbessern:

Der hohen “Bildungsvererbung”  innerhalb Deutschlands könnte somit entgegen gewirkt  werden.

Beide Elternteile könnten, zumindest halbtags, arbeiten.

Die Sprachentwicklung bei Migranten würde positiv beeinflusst werden.

Desweiteren würde solch ein Betreuungsgeld eher den wohlhabeneren Familien dienen, da sie es sich leisten können ihr Kind daheim zu erziehen, wo hingegen es für von der Armut betroffene Familien fast unmöglich ist.

Doch wo kommt diese Armut her? Ich denke, dass der Ausdruck “Kinderarmut” nur teilweise zutreffend ist, denn in der Realität wird einem die Armut in die Kinderkrippe gelegt. Meist sind die Eltern arbeitslos und beziehen Harz IV. So fehlen den Eltern die Mittel ihr Kind richtig zu ernähren und zu kleiden. Besonders beunruhigend sind die Tatsachen, dass Familien mit mehr Kindern und allein Erziehende stärker von Armut bedroht sind, als Familien mit einem Kind bzw. ein Haushalt mit zwei Erwachsenen.

http://www.bpb.de/wissen/AAPZ12,0,0,Armutsgef%E4hrdungsquoten_von_Familien.html

Wie kann man nun diese Kinderarmut bekämpfen? Ich denke, dass es auf dem  deutschen Arbeitsmarkt zu wenig feste Stellen gibt. Es werden vermehrt Leiharbeiter eingesetzt, die wesentlich weniger Geld verdienen und viele Beschäftigte befinden sich in immer unsichereren Verhältnissen. Insgesamt herrscht eine sehr hohe Dynamik. Hier könnte man sicher mit entsprechenden Gesetzen entgegen wirken. Ebenso könnten die bereits genannten Kindertagesstätten, den Familien und damit den Kindern helfen.

(Quelle: http://www.welt.de/politik/article1489194/Forscher_nennt_Hartz_IV_Ursache_fuer_Kinderarmut.html )

Author: susdummy

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One thought on “Kinderarmut in Deutschland”

  1. … “mit entsprechenden Gesetzen entgegen wirken” lautet der Lösungsvorschlag – womit sich die Frage evtl. verschiebt auf “Mit welchen Gesetzen?” Diese müssten, um die Aufzählung Oben wieder aufzugreifen,

    * mehr feste Stellen schaffen
    * Leiharbeit verhindern oder beschränken
    * die Zahl unsicherer Beschäftigungsverhältnisse reduzieren
    * und so die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt begrenzen.

    Ich sehe durchaus Möglichkeiten durch arbeitsrechtliche Schritte für einige Punkte in der Aufzählung, aber zumindest spontan nicht bei der Zahl der festen Stellen oder eine Beschränkung der Dynamik.

    Wie soll das – konkreter – aussehen?

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