Merkels Freude über den Tod Osama Bin Ladens

„Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.“

So lautet die offizielle Stellungnahme von Angela Merkel zur Erschießung von Osama Bin Laden.  

Ehrlich gesagt bin ich erschrocken, dass eine Politikerin der Christlich Demokratische Union solch einen Satz über die Lippen bringt; dass diese Person dann auch noch die amtierende Bundeskanzlerin von Deutschland ist, erschreckt noch mehr.

Halten wir uns zunächst an die christlichen Werte (auf die sich auch Frau Merkel gerne beruft). „Du sollst nicht töten“ lautet das fünfte der zehn Gebote. Ist dies nun außer Kraft? Ist eine Tötung ein Grund zur Freude? Kann ich mich als überzeugter und bekennender Christ über den Tod eines Menschen freuen? Für mich ist das ganze Paradox!

Auch die rechtliche Situation ist für mich sehr zweifelhaft. Der/die Bundeskanzler/in muss sich an geltendes Recht halten. Artikel 2 des Grundgesetzes besagt, dass jeder Mensch das Recht auf Leben besitzt. Mit dem rechtsstaatlichen System ist eine solche prozesslose Hinrichtung also in keiner Weise vereinbar.

Keine Zweifel bestehen an der Schuld von Bin Laden. Doch jemand, der faktisch das höchste Amt in unserem Staat bekleidet, darf sich nicht an einem Tod erfreuen. Die Erleichterung und die damit verbundene Solidarität zu einem engen Bündnispartner ist durchaus gerechtfertigt. Das öffentliche bekennen der Freude über den Tod eines Menschen hingegen ist in unserem Land nicht tragbar!

Author: susdummy

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2 thoughts on “Merkels Freude über den Tod Osama Bin Ladens”

  1. Die USA haben die Unschuldsvermutung und das Gerichtsverfahren gegen eine Hinrichtung durch Spezialkräfte ersetzt. Sich über den Tod von Osama zu freuen ist, wie sich über den Niedergang des Abendlandes zu verlustiere.

  2. Zumahl auch das Argument, die Tötung Bin Ladens sei im Affekt des Gefechtes herbeigeführt worden durch die Eröffnung des Feuers von Seiten Bin Ladens, bzw. seiner Komplizen, hinfällig wird, da die USA schon mit dem Einsatz der Navy Seals ihren Entschluss demonstriert diesen Mann zu lequidieren. Dadurch wird offensichtlich dass Bin Laden überhaupt nicht zu seinen Rechten kommen sollte, für welche ja besonders die Amerikaner in diesem Krieg kämpfen, zumindest um sie für sich selbst in Anspruch zu nehmen.
    Somit sollte Merkel wenn überhaupt ihre Kritik an diesem Vorgehen äußern, anstatt wie gewohnt den angehimmelten Amerikanern blind und ohne Verstand hechelnd und mit dem Schwanz wedelnd ihre Treue zu demonstrieren. Ein Osa .. hust Obama der einen Friedensnobelpreis erhalten hat sollte sich etwas schämen der Welt so gegenüber zu treten. Damit werden die Namensverwechslungen in diversen Zeitungen gerechtfertigt. Denn wer sich in Sachen Rechtsachtung, Völkerecht und Menschenrecht auf die gleiche Stufe mit einem Terrorsisten stellt hat keines besseren verdient und wer die territoriale Integrität eines Landes wie Pakistans verletzt darf sich in seinem eigenen Land nicht wundern!

    Wo ich schon dabei bin: Herr Bush gibt es nicht in Amerika ein ähnliches Flugzeug Abfangsystem wie in Deutschland, bei dem Flugzeuge, zu denen kein Kontakt mehr steht binnen 15 Minuten mit einem Düsenflieger begrüßt werden und gegebenenfalls vom Himmel geholt?…

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