Wie sieht Theo Sommer den Afghanistan Einsatz?

Der vorliegende Artikel: „Hat sich Deutschland in Afghanistan schuldig gemacht? Nein. Wer kämpft, der tötet.“ (http://www.zeit.de/2009/52/01-Text-PRO) Stammt aus der Wochenzeitung „Die Zeit“ (erschienen am 17.12.2009). Darin äußert sich der Autor Theo Sommer zum Bundeswehreinsatz in Afghanistan, im Folgenden soll nun herausgearbeitet werden wie der Autor den Einsatz sieht. Zunächst wirft er den Abgeordneten des Bundestages vor, sie würden den „Vorfall von Kundus“ parteipolitisch ausschlachten, ohne dabei das Wesen des Krieges zu durchschauen. Die Bombennacht des 4. Septembers, so Sommer, wirft die Teilfrage nach der „Legitimität unseres militärischen Handelns am Hindukusch“ auf. Im Folgenden lässt der Autor seine eigen Erfahrung aus dem Planungsstab „unter Verteidigungsminister Helmut Schmidt“ einfließen und berichtet von dem riesigen bürokratischen Apparat. Theo Sommer versucht den Druck, der auf den Soldaten, insbesondere auf den Entscheidungsträgern lastet, nachvollziehbar zu machen, auch indem er von eigener (journalistischer) Fronterfahrung berichtet. Im nächsten Abschnitt seines Artikels beschreibt der Autor die „schleichende Ausweitung des Auftrags“. Verändert haben sich die Einsatzregeln der Soldaten, die Sicherheitslage und der Auftrag an sich. Während zu Beginn die Sicherung der afghanischen Regierung und des UN- Personals der Auftrag der Bundeswehr waren, kamen 2003 mit dem Aufbau im Kundus und 2006 mit der Übernahme des Regionalkommandos Nord, weitere Aufgaben auf die Bundeswehr zu. Weiter berichtet der Autor von der veränderten Sicherheitslage in Afghanistan, während zu Beginn vor allem Sprengfallen  oder Selbstmordattentäter eine Gefahr darstellten, gehen die Taliban mittlerweile sehr viel militärischer vor. Auch die Erhöhung der feindseligen Akte gegen die Bundeswehr um 60% in 2009 zeigt die neuen Gefahren. Dass die Bundeswehr darauf reagiert, so Sommer, ist ihr gutes Recht. Die Strategie der Bundeswehr wurde der Veränderten Sicherheitslage in Afghanistan angepasst, und das in aller Öffentlichkeit und Ausführlichkeit. Eine robustere Kriegsführung segnen sowohl das UN-Mandat als auch das Bundestagsmandat ab. Zu letzt fordert der Autor, dass die Bundeswehr, wenn sie im „Zweifelsfall nicht töten darf“, abgezogen wird.

Author: susdummy

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