Analyse des Artikels “Deutschland muss atomar aufrüsten”

In dem vorliegenden Artikel (http://www.cicero.de/97.php?ress_id=1&item=1785), „Deutschland muss atomar aufrüsten“, welcher im Jahr 2007 erschienen ist, befasst sich der Autor Peter Scholl- Latour mit der Deutschen, seiner Meinung nach nicht vorhandenen, Außenpolitik. Meinem Erachten nach ist der Autor ein Verfechter der Urtheorie des Realismus, und vertritt diese folglich auch in seinem Artikel, dies werde ich im Folgenden Anhand von einigen Beispielen aus dem Text erläutern.

Bereits im ersten Absatz des Artikels verdeutlicht er seine Position dadurch dass er die Ausweitung der Europäischen Union, auf 27 Mitgliedsstaaten, als eine überstürzte Handlung sieht, da diese „Deutschland jeder resoluten Handlungsfähigkeit beraubt“.  Folglich hat Deutschland nicht mehr die Möglichkeit seine eigenen Interessen in den Vordergrund zu stellen, als auch das Streben nach Macht stellt sich durch solch ein großes Staatenbündnis als eine schwierige Angelegenheit heraus, Deutschland hat nicht mehr die Möglichkeit im Internationalen System als souveräner Nationalstaat zu agieren.  Dies sieht er mit als Grund für die nicht funktionierende Außenpolitik, welche für den politischen Realismus eine wichtige Rolle spielt, da sie der Versuch ist Macht zu erhalten und diese Nachaußen hin zu demonstrieren.

Desweiteren geht er auf die Sicherheit ein, welche seiner Meinung nach nicht gewährleistet ist, und durch „eine eigene atomare Abschreckung“  hergestellt werden sollte. Das Streben nach Sicherheit ist eine der wichtigsten Annahmen des Realismus. Er zeigt hier Frankreich als Vorbild auf, und wünscht sich aufgrund dessen eine intergouvernementale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich hinsichtlich der Atompolitik, und hinsichtlich der Erhaltung des Gleichgewichts der Kräfte, welches Zusammenarbeit fördert und Krieg verhindert.

Zum Schluss seines Artikels verweist er darauf dass sich „die Bundeswehr von den überalterten Nato- Schablonen gelöst haben“ sollte, und am besten „im engen Verbund mit den französischen Schicksalsgefährten“  agieren sollte. Als Souveräner Nationalstaat soll Deutschland keiner übergeordneten Instanz Folge zu leisten haben. Denn die Strukturen des Internationalen Systems sollen nicht den Normen und Regeln einer übergeordneten Instanz  zugrunde liegen, sondern durch Beziehungen von Staaten untereinander gebildet werden.

Author: susdummy

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