Galtung in Ausführung

Ich habe mich damit beschäftigt anzuwenden ob Galtungs Friedensbegriff zutifft oder auch nicht. Vorallem der Begriff der strukturellen Gewalt fällt bei der Kritikern in den Blickpunkt. Es sei mit Ungerechtigkeit/ Ungleichheit nicht genug spezifiziert und zu schwammig.

Doch stimmt das?
Nun meine Anwendungen, sie werden hoffentlich aufklären.

Ich habe als Anwendung die Bildungschancen erwählt, da mir diese sehr interessant und vorallem geeignet erscheinen. Sie dienen jedoch nur um in die Problematik einzutauchen.

Es ist traurig aber klar, die Chance auf Bildung hängt vom Elternhaus ab ( 2008: in Baden – Würtemberg schliesen ca. 4% der Schüler die Schule ohne Abschluss ab, im Osten sind es ortsbedingt teilweise ca 20%). Vorallem von der gesellschaftlichen Stellung da diese den Interlekt und die finanziellen Möglichkeiten der Eltern wiederspiegeln, traurig aber wahr.

Nach Galtungs Definition wirkt auf ein Kind mit weniger Chancen auf Bildung strukturelle Gewalt, da diese Person von einer größeren Gruppe/ Kollektiev “unterdrückt” wird und somit eine Ungerechtigkeit besteht.

Doch ist diese auf den Einzelden wirkende Gewalt vorsätzlich? Ich denke nämlich dass zu Gewalt ein Opfer gehört, das normalerweise erkoren wird. Galtung sagt zwar dass dieses Opfer nicht betimmt werden muss, sondern im Nachhinein getroffen werden kann und somit durch das Resultat erkoren wird. Jedoch denke ich nicht dass das Kollektiv die strukturelle Gewalt hervorruft und auch dafür verantwortlich zu machen ist, sondern etwas anderes. Dazu gleich noch mehr.

Galtung sagt auch dass Gewalt die Differenz zwischen dem, was ist und dem, was hätte sein können, ist.

Was hat die Gesellschaft davon unqulifizierte bzw. garkeine Schüler mit Abschluss zu haben?

Man muss diese ja unterhalten, was dann ja wiederum die Gesellschaft macht.

Was könnte dann der Anfang/ Auslöser/ Vorantreiber struktureller Gewalt sein?

Der Staat? Was hat der Staat von ungleichen Bildungschancen? Angenommen der Staat unterdrückt vorsätzlich, dann wäre das als Gewalt zu vertsehen, doch tut das der Staat? Draf man das einem Staat vorwerfen? Der Staat wär dann der der für die Ungleichheit/ Ungerechtigkeit verantwotlich ist und dies auch noch berführwortet, sonst würde er es ja kaum tun.

Wenn alle die gleichen Chancen hätten, würde sich der Staat ja enorm selbst helfen. Unmengen an Ausgaben fallen weg. Durch mehr Chancen mehr “Ergebniss”, also weniger Sozialhilfe Empfänger z.B.. Es würde mehr Einnahmen geben, da ja mehr Leute mehr einnehmen. Straftaten würden auch reduziert werden. So geht das immer weiter, mehr Geld kommt rein, weniger geht raus. Ich überlasse es Ihenen diesen Gedanken weiterzuspinnen, wenn Sie es für sinvoll halten. Also sind ungleiche Bildungschancen schlecht für den Staat, die Gesellschaft und vorallem für die Betroffen. Gleiche Chancen also wären ja für jeden sinnvoll.

Aber was ist dann strukturelle Gewalt oder Ungleichheit und Ungerechtigkeit?

Etwas, was in diesem Artikel immer mitschwingt, etwas, was immer und überall mitschwingt. Geld!

Logisch dass Geld Ungerechtigkeit und Ungleichheit hervorruft, das scheint fast der Zweck zu sein.

Strukturelle Gewalt schein wohl meistens psychisch zu sein. Dass ein ungleicher Kampf, mit Fäusten oder Worten, von Mehreren gegen einen Einzelnen Gewalt ist, braucht nicht abgesprochen zu werden.

Geld ist auch eher die Ursache der Differenz zwischen dem was hätte sein können, und dem was ist. Geld bestimmt was hätte werden könne, was gewesen wäre, was ist. Geld bestimmt die Situation!

Nun kann man wenn man es sich herleitet strukturelle Gewalt mit Geld gleichsetzten. Ein trauriger Gedanke wenn man bedenkt dass man in einer Kapitalistischen Gesellschaft lebt.

Die Gesellschaft ruf meiner Meinung keie Ungerechtigkeit/ Ungleichheit oder strukturelle Gewalt hervor, sondern wird von genau dieser zum Opfer gemacht. Ein Opfer der Geldes. Das soll jedoch nicht heißen dass die Gesellschaft unschuldig wäre, sie spielt mit, schlimmer sogar noch, sie verstärkt diese Wirkung. Durch die Übernahme der Bedeutung des Geldes auf alle Berreiche des Lebens, Werte, Beziehungen, usw., wird diese Gewalt durch die Gesellschaft höchsens weitergeleitet.

Nun ist strukturelle Gewalt also die Bedeutung und Wirkung von Geld?

Wenn das anzunehmen ist leben wir in einer Gewalt – Gemeinschaft.

Doch Ungleicheit als Gewalt zu verstehen ist heute, denke ich, nicht mehr vertretbar. Durch die Entwicklung der Menschen geht es im Leben nur um Erfolg, Geld und Gewinnen, also um Ungleichheiten.

Diese Ungleichheiten in einer kapitalistischen Welt als Gewalt zu bezeichen liegt mir zu fern, vorallem da Galtung Frieden direkt mit Gewalt in verbindung setzt. Positiver Frieden heißt es nach Galtung wenn strukturelle Gewalt abwesend ist.

Doch da diese Abwesenheit wohl nicht möglich ist wird positiver Friede wohl nie zusatnde kommen.

Ich muss hier zugeben dass ich den Kritikern als auch Galtung zustimmen kann. Den Kritikern insofern, dass Gewalt für diese tiefveranckerten, eingebrannten “Ideale der Gesellschaft” nich treffend ist. Ungleichheit ist Ungleichheit. Doch Galtungs Gedanken sind nicht haltlos, es stimmt natürlich dass die Betroffen “vergewaltigt” werden.

Doch ich will und kann mich mit dieser Definition von Gewalt also auch von Frieden nicht abfinden, da dies Realität ist, zum Alltag wurde und immer so sein wird. Traurig aber wahr.

Ich will jedoch nicht propagieren sich mit diesen Umständen abzufinde, ich denke nur dass Frieden nicht in unsere momentane Leistungsgesellschaft zu intgirieren ist und deshalb genauer, idealer definiert werden muss.

Frieden muss positiver und möglich sein. Doch Galtungs Ansicht schließt dies aus. Ich denke wenn man Frieden als unmöglich darstellt intigriert man sich genau in dieses hoffnungslose Ellenbogengesellschaftsleben, da man Frieden, zumindest positieven nicht als Möglichkeit ansehen kann. Doch ich verstehe eines, Frieden in einer leistungsorientierten ungleichen Gesellschaft ist schwierig, wäre aber nach meiner Definition die Lösung dieses Zustandes. Frieden heißt für mich kooperieren, ehrlich sein und Toleranz besitzen. Frieden heißt für mich die friedliche Lösungs eines Problems.

Frieden ist nicht Abwesenheit von Gewalt, Gewalt ist Abwesenheit von Frieden!

Author: susdummy

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2 thoughts on “Galtung in Ausführung”

  1. “Vorallem von der gesellschaftlichen Stellung da diese den Interlekt und die finanziellen Möglichkeiten der Eltern wiederspiegeln ” – diesen Zusammenhang hätte ich gerne näher erläutert, denn eine Aussage wie “Die Unterschicht ist Unterschicht, weil sie eben doof ist” ignoriert eben das, was Galtung strukturelle Gewalt nennen würde.

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