Ergebnisauswertung Teil 2: 2-Wochen Diagramme

Diagramm 6:

Außentemperaturen Woche 3-4

 

Nun zu den Messwerten von Woche 3 – 4 (18. Nov – 2. Dez). Wie auch bei den Daten von Woche 1-2 wurden in Diagramm 6 zuerst die Datenreihen der Außensensoren übereinandergelegt, hier grün, blau und rot markiert, um die Funktion der Mikrocontroller zu prüfen. Wie man sieht, sind die Kurven nahezu identisch, die Unterschiede sind in einem unwesentlichen Bereich. Das heißt, man kann davon ausgehen, dass die Mikrocontroller ordnungsgemäß funktionieren.

Diagramm 7:

Holzschutgel gegen Obelix Woche 3-4

 

In Diagramm 7 sieht man die Temperaturkurven von Obelix und Holzschutzgel und einer Außentemperatur von Woche 3 – 4. Wie im Diagramm von Woche 1-2 liegen die Kerntemperatur und Randtemperatur von Holzschutzgel wieder nahezu identisch. Bei Obelix herrscht innerhalb der Bienentraube ein sehr großes Temperaturgefälle. Über die Beobachtungen hinaus, wie man sie bereits in Woche 1-2 gesehen hat, kann man sehen, dass die konstante Kerntemperatur im Volk in Holzbeute (Obelix) auf ein etwas geringeres Niveau sinkt, wenn es draußen längere Zeit relativ kühl ist. Ca. ab Tag zehn sinkt die Außentemperatur auf unter fünf °C. Auch die Kerntemperatur in Obelix sinkt auf unter 25 °C, während sie vor Tag zehn immer über 25°C betrug (siehe grauer Kasten). Vermutlich soll eine hohe und konstante Kerntemperatur das Überleben der Königin sichern. Andererseits ist auch nicht unbegrenzt viel Futter vorhanden. Somit wird ein „Kompromiss“ aus hoher und konstanter Kerntemperatur und aus einem nicht zu hohen Futterverbrauch gefunden. Darüber hinaus kann die Thermogenese (Wärmeproduktion mit der Flugmuskulatur) nicht unbegrenzt viel Wärme erzeugen. Wenn alle Bienen mit ihrer Flugmuskulatur maximal viel Wärme produzieren, ist das Maximum an Erwärmung erreicht. Sicherlich ist das hier noch nicht der Fall, allerdings handelt es sich bei einer Differenz von 30 °C (Tag 12-13) zwischen Kern- und Randtemperatur um einen beträchtlichen Wert.

Diagramm 8:

Staubsauger gegen Guugel Minus Woche 3-4

 

In Diagramm 8 sieht man die Temperaturverläufe von Guugel Minus und Staubsauger und einer Außentemperatur. Wie auch in Woche 1-2 liegen bei der Kerntemperatur von Staubsauger relativ große Schwankungen im Vergleich zu den Kerntemperaturen von anderen Völkern in Holzbeuten vor. Die Temperaturen in Guugel Minus (Styroporbeute) befinden sich auf einem sehr niedrigen Niveau. Hier ist in Betracht zu ziehen, dass sich die Sensoren wahrscheinlich nicht genau in der Mitte und am Rand der Bienentraube befinden, weil die Kerntemperatur von Guugle Minus auf ca. 5°C sinkt. Dies ist unrealistisch. Trotzdem kann man folgende Beobachtung machen: Bei Guugel Minus liegt anfangs die Randtemperatur sogar über der Kerntemperatur. Von Tag sechs bis acht verlaufen die Temperaturen fast identisch, bis dann die Kurve der Kerntemperatur oberhalb der Kurve der Randtemperatur liegt. Folglich muss sich die Bienentraube von dem Sensor, der die Randtemperatur erfassen sollte, zu dem Sensor, der die Kerntemperatur erfassen sollte, bewegt haben.

Diagramm 9:

Fazbuk gegen Tvidder Woche 3-4

 

In Diagramm 9 werden Fazebuk und Tvidder von Woche 3-4 verglichen. Die Kerntemperatur des Volks in Holzbeute (Tvidder) unterliegt großen Schwankungen, die bei anderen Völkern in Holzbeuten nicht vorhanden sind. Dies ist größtenteils darauf zurückzuführen, dass Tvidder ein recht schwaches und junges Volk ist. Wieder liegen Kern- und Randtemperatur bei dem Volk in Styroporbeute viel näher beieinander als bei dem Volk in Holzbeute.

Diagramm 10:

Außentemperaturen Woche 5-6

 

Nun zu den Daten von Woche 5-6, die in Diagramm 10 dargestellt sind. Wie man bereits in dem obigen Diagramm mit den Außentemperaturen sieht, traten vermehrt Ausfälle und Probleme auf. Ein Mikrocontroller fiel zwei Wochen komplett aus. Er gab einfach nochmal die Daten von Woche 3-4 aus (Kurve mit dunkelroter Markierung). Deshalb entspricht diese Kurve der Außentemperatur von Woche 3-4 und ist damit nicht verwertbar. Der Mikrocontroller, der die blaue Kurve aufzeichnete, zeichnete ca. bis Tag 7 nur Nullen auf und fiel dann aus, gab also nochmals die Daten aus, die sich noch in dem Speicher befanden, also Woche 4. Allerdings betrifft dies nur den Außensensoren. Die übrigen Sensoren, die sich in den Völkern befanden, zeichneten bis Tag sieben auf. Der Mikrocontroller mit der orangenen Kurve funktionierte teilweise. Die Tiefpunkte nach Tag vier und Tag sechs sind korrekt (grauer Kasten). Dies konnte durch einen Blick in die Datenbank der Kvfg Wetterstation festgestellt werden. Eigentlich müssten die Tiefpunkte noch wesentlich weiter im Minusbereich liegen. Vermutlich waren die Sensoren mit Schnee bedeckt, wodurch die Temperatur nicht so weit sinken konnte. Die Daten der Kvfg Wetterstation konnten nicht einfach anstatt der eigenen Aufzeichnungen verwendet werden, weil sie eine sehr geringe und zum Teil unregelmäßige Auflösung haben (teilweise nur stündlich), die Wetterstation ein ganzes Stück von den Völkern entfernt ist, und aus technischen Gründen es nicht möglich ist, die Kurve der Daten von der Wetterstation in ein Diagramm, wie es hier verwendet ist, zu legen.

Auf Grund der Ausfälle werden keine Diagramme für die Daten von Woche 5-6 hier präsentiert. In den bisherigen Diagrammen wurden immer die Temperaturverläufe über 2 Wochen dargestellt. Im weiteren Verlauf des Projektes werden nicht alle Daten in Diagrammen, die 2 Wochen umfassen vorgestellt, wie es in Woche 1-4 der Fall ist, sondern nur solche, in denen Besonderheiten festgestellt werden. Somit soll verhindert werden, dass der Blog unnötig, mit nicht ergebnisbringenden Daten, gefüllt wird.

 

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