Wärmebildaufnahmen

Wie bereits angekündigt, gibt es eine großartige Neuigkeit! Die Überschrift verrät es schon, es handelt sich um Wärmebildaufnahmen der Bienenvölker. Eine Wärmebildkamera konnte organisiert werden, sodass Aufnahmen bei sehr warmen Herbstwetter, bei dem sich die Bienen noch nicht zu einer Traube zusammengesammelt haben, gemacht werden konnten. Im Laufe des Winters sind noch weitere Aufnahmen vorgesehen. Die Wärmebilder sollen allerdings nur exemplarisch gezeigt werden und nicht zum Vergleich einzelner Völker dienen.

Nun zu den Bildern. Bei allen ist das Wärmebild und das „normale“ Bild, wie man es mit einer normalen Kamera machen würde, im Verhältnis 50:50 übereinander gelegt. Zusätzlich sind Messpunkte an sehr warmen  Stellen, sehr kalten Stellen und weiteren interessanten Punkten eingetragen. In der links nebenstehenden Tabelle kann man die jeweiligen Temperaturen der Messpunkte ablesen. Position und Emissivität spielen keine Rolle. Darüber hinaus sind direkt links neben dem Bild und direkt darunter Wäremprofile entlang der grün eingezeichneten Linien eingetragen. Bis jetzt wurden nur Aufnahmen der Rähmchen (auch Mittelwände genannt) von oben gemacht. Beim nächsten mal werden einzelne Rähmchen herausgenommen, um diese auch von der Seite fotografieren zu können. Zum Vergrößern der einzelnen Bilder bitte draufklicken.

In diesem Bild sieht man einen Ausschnitt der Rähmchen von oben fotografiert. Man sieht, dass wärmere und kältere Bereiche noch eher zufällig angeordnet sind. Der rechte Bildbereich ist vergleichsweise warm, weil sich zum Einen  weiter unten das Flugloch befindet, wo Wärme leicht entweichen oder zugeführt werden kann und zum Anderen, weil die Sonne den vorderen Bereicht der Beuten, also hier im rechten Bildbereich, erwärmt hat. Der Temperaturbereich liegt hier ungefähr, wie bei den anderen Aufnahmen, im Bereich von 20 bis 28 Grad Celsius.

Hier sieht man die Aufnahme von allen Rähmchen eines Kastens. Man kann durchaus erkennen, dass es einen wärmeren Bereich im unteren Drittel des Bildes gibt und darüber einen kälteren Bereich. Aber zum Beispiel bei Messpunkt 5 gibt es einen weiteren wärmeren Bereich. Mit Sicherheit ist die Wäremeverteilung bei einer Wintertraube wesentlich extremer. Diese Wärmeunterschiede bei sommerlichem Wetter entstehen wohl eher „ungewollt“, weil sich an den wärmeren Stellen eben sehr viele Bienen aufhalten und an kälteren Stellen fast gar keine.

In diesem Bild wurde ein weniger starkes Volk als im zweiten Bild aufgenommen. Es handelt sich um einen Ableger aus diesem Frühjahr. In der oberen Bildhälfte befinden sich fast gar keine Bienen, folglich ist es dort dementsprechend kalt.

Das Besondere an dieser Aufnahme ist, dass das Verhältnis Wärmebild zu normalem Bild nicht wie bei den anderen Bildern 50:50 beträgt, sondern das normale Bild einen Anteil von 75% und das Wärembild einen Anteil von 25% hat. Wie im ersten Bild sieht man nur einen Ausschnitt der Rähmchen.

Hier eine weitere Aufnahme, bei der man die Tendenz zu einer Wintertraube feststellen kann, diese aber noch nicht voll ausgeprägt vorliegt.

Bei diesem Bild ist das Verhältnis normales Bild zu Wärmebild wieder 75:25. Auffällig ist, dass die Temperaturspanne bei nur ca. 17 bis 21 Grad Celsius liegt. Der Grund für die niedrige Temperatur besteht darin, dass dieses Volk zuvor einige Zeit offen stand. Die Temperatur konnte bei der warmen Außentemperatur aber nicht unter die kritische 12 Grad Celsius Marke sinken.

Bei dem im Bild dargestellten Volk handelt es sich um einen Ableger aus diesem Jahr. Als im Spätsommer die Beute nur in dem unteren Kasten mit Rähmchen bestückt war und im oberen Kasten sich keine Rähmchen befanden, weil sich dort zuvor die Ameisensäurebehandlung befand, fingen die Bienen an, sogenannte Wildbauten zu betreiben (siehe „Start in den Winter“). Interessanterweise waren die Rähmchen im unteren Bildbereich gar nicht ausgebaut, sodass man diese einfach nahm und in den oberen Kasten setzte, wo zuvor Wildbau betrieben wurde. Weil sich an der Stelle, wo die Rähmchen herausgenommen wurden jetzt nichts befindet, ist es dort dementsprechend kalt.

Dieses Bild stellt das gleiche Volk wie das zuvorige Bild dar, nur, dass der Bildausschnitt etwas kleiner gewählt wurde und das Verhältnis normales Bild zu Wärmebild 25:75 beträgt. Man hätte auch das normale Bild und das Wärmebild nebeneinander legen können und nicht übereinander. Allerdings hätte die Qualität bei dem begrenzten Speichervolumen des Blogs zu sehr gelitten, sodass auf die hier verwendete Darstellung zurückgegriffen wurde.

Der Fortschritt des Mikrocontrollerbaus wird in einem nächsten Eintrag festgehalten.

Der Beginn der Messungen, das Umsetzen der Völker und das Feststellen der Völkerstärken wird aufgrund der aktuellen Schneefälle und der kalten Temperaturen vermutlich erst nächste Woche stattfinden können.

 

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