Reger Flugverkehr an Weihnachten

Die typische „Weihnachtshitzewelle“ hat uns wieder (wie auch letztes Jahr) fest im Griff. Entsprechend war heute, am 24.12.13, ein recht deutlicher Flugverkehr vor unseren Völkern, wohl stärker als zeitweise im Sommer.

Hier einige Bilder von unseren Völkern:Bienen 2013 1

Bienen 2013 2

Bienen 2013 3

Bienen 2013 4

Neue, rote Fluglochverkleinerungen verhindern das Eindringen von bösen Tieren.

„Bienen im Winter“ – es geht voran

Der erste Schnee ist dieses Jahr schon gefallen und das Projekt „Bienen im Winter“ kommt so richtig in Schwung. Wer dieses großartige Projekt verfolgen möchte, muss einfach oben in der Leiste zwischen „Home“und „Impressum“ auf „Bienen im Winter – GFS“ klicken und dann in dem Menü auf den gewünschten Eintrag klicken.

Hier noch eine aktuelles Bild von unseren neun Völkern, bereit auf den Winter.

Missglückte 2. Honigernte 2012

Es ist jetzt zwar schon ewig her, trotzdem wollen wir unsere Blogleser über dieses tragische Ereignis berichten. Für viele Imker war die Honigernte dieses Jahr sehr schlecht. Für uns auch!!

Ein zweites Honigschleudern sollte für dieses Jahr anstehen. Um sich die Arbeit besonders leicht und bienenfrei zu machen nahmen wir die mit Honig gefüllten Waben in die obersten Kästen der Bienenvölker und brachten zwischen den 2. und den 3. Kästen Bienenfluchten an. Die Funktionsweise einer Bienenflucht besteht darin, die Bienen nur aus dem oberen in den unteren Kasten zu lassen und nicht andersherum. So weit die Theorie.

In der Praxis sah das ganze dann folgendermaßen aus: Die Bienenflucht hat die Bienen natürlich in beide Richtungen durchgelassen UND es kam noch schlimmer! Bienen aus anderen Völkern drangen in die Kästen ein und räuberten diese aus. Das bedeutet 0,0 kg Honig, was ein Schleudern überflüssig macht. Des isch joo gründlich in d Hose gange.

  

Klingt alles ziemlich tragisch, ist es aber nicht, denn der Honig vom ersten Schleudern will ja noch in Gläser abgefüllt werden (Haha). Danach oder besser gesagt schon währenddessen begann der spaßigste Teil des Tages, eine WASSERSCHLACHT!              Das Resultat: einige klatschnasse Bienen AGler und ein völlig gestresster Herr Wütherich.

Jetzt aber noch zu ein paar knallharten Fakten: Dieses Jahr waren unsere Bienen ganz schön faul! Die Honigausbeute war ganz schön schwach. In Zahlen bedeutet das nur 53 Honigkläser! Um die Schuld mal von uns fleißigen Bienen AGlern zu schieben, bleibt zu erwähnen, dass wir die Bienen im Frühjahr zu Rapsfeldern gebracht haben um das Futterangebot  zu maximieren. Hat wohl nix gebracht oder womöglich hätten wir noch weniger Honig schleudern können.

 

Der Kindergarten war da!

Heute haben wir nicht nur an den Bienen gearbeitet sondern eine Kindergartengruppe aus der Steinlachburg hatte uns besucht. Wir haben ihnen die wichtigsten Sachen über unsere Bienen erzählt, zum Beispiel, dass Drohnen nicht stechen können, dass in Waben unterschiedliche Sachen, also Futter, Brut und so weiter eingelagert sind und vieles mehr. Natürlich haben wir die Kindergartenkinder auch die wohl schönste Imkerbeschäftigung, nämlich Honig schlecken machen lassen. Einige Todesmutige konnten sich sogar überwinden, Drohnen in die Hand zu nehmen (eigentlich waren fast alle so mutig).

Unsere Bienen bereiten sich jetzt langsam aber sicher auf den nächsten Winter vor. Die Drohnenschlacht hat begonnen! Das heißt, die weiblichen Arbeitsbienen fangen an, die männlichen Drohnen aus dem Volk zu befördern, weil die Drohnen im Moment nur Futter verbrauchen, während sie im Frühsommer dazu dienten, die heranwachsenden Königinnen zu befruchten. Folglich gelang es uns auch relativ leicht einige Drohnen für die Kindergartenkinder einzufangen.

Unser „Killervolk Waldmeister“ konnte sich heute noch einigermaßen zusammenreißen und hat kein Kind gestochen.

       oben: Tobias & Tobias am Schaukasten    Mutige Mädchen!

 

Mikroskopieren von Bienen

Jetzt, im Herbst und Winter gibt es an den Bienenvölkern nur sehr wenig zu tun. Deshalb wollten wir ein paar tote Bienen mal genauer anschauen mit Lupe und Mikroskop (die Bienen waren natürlich schon tot als wir sie geholt haben, sie wurden nicht extra umgebracht :-)). Als erstes haben wir versucht, ein paar Fotos mit einem digitalem Auflichtmikroskop zu machen. „Des konnde mir uns aber in die Haare schmiere weil die Qualidäd beschisse war“, um es mal so auszudrücken.
Also haben wir einfach eine ganz normale digitale Fotokamera genommen und über die Stereolupe (Binokular)  geklemmt. Das Ergebnis kann sich eigentlich sehen lassen. Hier ein paar Fotos bei 20-40-facher Vergrößerung:

Befestigung eines Flügelpaares am Rumpf einer Biene

Großer und kleinerer Flügel hinten (Ausschnitt). Im Gegensatz zu den anderen Bildern kommt hier das Licht von unten, man sieht die Flügeladern.

Kopf einer Biene mit Facettenauge und Fühlern

Nochmal ein Bienenkopf. Die „Haare“ sind übrigens nicht wirklich Haare sondern Ausstülpungen der Chitinkutikula. Echte Haare haben nur Säugetiere.

Mundwerkzeug einer Biene: Rüssel zum lecken und saugen.

Sammelbein, Hinterleib und Flügel einer Biene

Um die Bienen über den Winter genauer zu beobachten hatte ich die Idee den Temperaturverlauf in einem Bienenvolk zu beobachten. Dafür müsste ein Temperatursensor in dem Bienenvolk angebracht werden und zum Vergleich einer außerhalb. Die Schwierigkeit ist, dass sich die Bienentraube über den Winter zu den Honigvorräten im Stock bewegt. Der Sensor müsste der Bienentraube folgen, damit er möglichst immer in der Mitte ist. Bienen wärmen sich, indem sie die Flugmuskulatur bewegen, ohne die Flügel zu bewegen. Dabei entsteht Wärme.
Wenn das ganze so in die Realität umgesetzt wird, erfahrt ihr es hier im Blog.

Kaputter Sonnenwachsschmelzer

Als wir nach den Ferien wieder zu unseren Bienen kamen mussten wir feststellen, dass unser hochwertiger Sonnenwachsschmelzer zu Bruch gegangen ist. Wir waren ca. 4 Wochen nicht bei unseren Bienen, hatten aber zum Glück noch alle Völker. Ein Volk hat vermutlich einen Schwarm verloren. Das konnten wir an den offenen Schwarmzellen feststellen. D.h. einen Königin muss geschlüpft sein und ein neues Volk gegründet haben. Jetzt aber nochmal zu dem zerbrochenen Sonnenwachsschmelzer: Er lag ziemlich kaputt auf der Wiese weil vermutlich der Sturm ihn umgestoßen hat. Außerdem war er von Innen komplett verschimmelt und hat gestunken. Also haben wir ihn genommen und erst mal mit viel Wasser ausgespült. Dann haben wir ihn auseinandergebaut und nochmal mit Wasser gespült. Im Winter wollen wir ihn komplett sauber machen, mit einem Brett den Boden verstärken und wieder mit gemäßigten Mengen Acryl verdichten.


Entdeckeln

Wenn wir eine Wabe ernten, die voll mit Honig ist, sind die Honigzellen meist mit einer Wachsschicht überzogen. Man sagt, sie sind “ verdeckelt“. So können wir die Wabe nicht in die Schleuder stecken, wir würden den Honig nicht heraus bekommen. Deshalb müssen wir die meisten Waben zuerst „entdeckeln“. Um die Wachsdeckel wegzubekommen  nimmt man so etwas wie einen feinen Rechen oder Kamm und fährt damit unter die Deckel und zieht sie nach oben ab. Dann bleiben die Deckel und etwas Honig daran hängen, die man am Rand der Apparatur abstreifen kann.

Die Bienen verdeckeln den Honig nur wenn er „fertig“ ist. Das heißt, wenn der Wassergehalt stimmt. Deshalb sind nicht alle Waben verdeckelt.

Wieder am alten Standort

Am Freitagabend (13.5.2011) haben wir unsere Bienen wieder an den alten Standort gebracht, weil die Rapsblüte zu Ende ist. Bereits am Mittwoch zuvor hatten wir Bienenfluchten bei vier Völkern eingebaut. Eine Bienenflucht sorgt dafür, dass Bienen vom Honigraum in die unteren Kästen können, aber nicht umgekehrt.  Am Freitagabend waren die obersten Kästen (Honigräume) bei den meisten Völkern leer, sodass wir die Honigräume separat transportieren konnten. Bei den anderen Völkern mussten wir den obersten Kästen drauf lassen und zu dritt auf den Anhänger heben (war ziemlich schwer….).  Als die Völker auf dem Anhänger waren, konnten wir losfahren (Ladung perfekt gesichert). Natürlich ist uns wegen unseren Ladungssicherungskünsten was runtergefallen während der Fahrt. War aber nur ein Deckel und eine Bienenflucht. Um 21:30 Uhr waren wir wieder bei dem alten Standort und es war schon stockfinster. Also haben wir mit den Autoscheinwerfern etwas Licht gemacht und die Völker entladen. Einige Bienen sind während der Fahrt aus den Kästen gekommen. Um 22:30 waren wir dann endlich fertig. Ganz ohne Verluste ging der Abend leider auch nicht rum. Es hätte fast einen Jungbaum gekostet beim Herausfahren mit dem Auto.

Die Völker haben bei dem Rapsfeld eine ordentliche Menge an Honig eingetragen, sodass wir nächste Woche schleudern können.

Standortwechsel

Da in der näheren Umgebung unseres Bienenstandorts dieses Jahr kein Raps angebaut wird, haben wir unsere Völker am 23.4.2011  ins Auto gepackt und neben ein paar Rapsfelder gestellt. Die Ableger mussten zu Hause bleiben. Raps ist im Frühjahr eine wichtige Tracht für unsere Bienen. Wieder zurück geht es in ca. 2 Wochen, wenn die Rapsblüte zu Ende ist. Bienen werden immer abends transportiert, weil dann die meisten im Stock sind. Durch den Transport erhoffen wir uns, dass die Bienen viel Honig eintragen. Bis jetzt sind bei den meisten Völkern die mittleren Kästen schon prall gefüllt, die oberen Kästen aber noch kaum.