Diagramm 3: Obelix gegen Holzschutzgel Woche 1-2

In Diagramm 3 sind die Temperaturaufzeichnungen der Völker Obelix und Holzschutzgel über einen Zeitraum von 14 Tagen aufgetragen. Obelix befindet sich in einer Holzbeute, Holzschutzgel in einer Styroporbeute. Obwohl für Holzschutzgel von der Anzahl der Bienen und der Menge des eingelagerten Futters bessere Bedingungen herrschen, liegt die Kerntemperatur von Holzschutzgel deutlich unter der von Obelix. Auffällig ist, dass die Temperatur, die in der Mitte der Bienentraube und die Temperatur, die am Rand der Bienentraube aufgenommen wurde, bei Obelix, dem Volk in Holzbeute, deutlich weiter auseinander liegen, als bei Holzschutzgel, dem Volk in Styroporbeute. Die Kern- und Randtemperatur sind dort fast identisch. Insgesamt ist die Kerntemperatur aber auf einem niedrigerem Niveau. Bei dem Volk in Holzbeute herrscht eine Temperaturabnahme, je weiter man sich von dem Mittelpunkt der Bienentraube fortbewegt. Die Randtemperatur des Volks in Holzbeute ist gringer als die Randtemperatur des Volks in Styroporbeute, wo sie nahezu der Kerntemperatur entspricht. Die Schwankungen der Kerntemperatur in Holzschutzgel sind auch sehr viel größer.
Wahrscheinlich bewirkt die schlechtere Dämmung bei Obelix, dass die Temperatur am Rand der Bienentraube der Außentemperatur sehr ähnlich ist, und die Schwankungen denen der Außentemperatur entsprechen. Bei Holzschutzgel bewirkt die gute Dämmung, dass sich die Randtemperatur auf einem höheren Niveau befindet. Offensichtlich genügt es dann, die Kerntemperatur auf dem gleichen Niveau wie die Randtemperatur zu halten. Somit wird wesentlich weniger Futter verbraucht. Bei Obelix sorgt eine hohe und konstante Kerntemperatur dafür, dass im Fall eines starken Temperaturrückgangs, der sich auf die Holzbeute sehr viel stärker auswirken würde, dass die Königin weiterhin sicher ist. Bei Holzschutzgel ist diese Funktion stark zurückgefahren. Durch die Beute ist ein guter Schutz vor Temperaturschwankungen gegeben. Eine hohe und stabile Kerntemperatur, die mögliche starke Temperaturrückgänge abfedert ist somit nicht mehr erforderlich.
Des Weiteren ist auffällig, dass im Fall einer starken Zunahme der Außentemperatur, auch die Temperatur im einem Bienenvolk schnell zunimmt, während im Fall einer starken Abnahme der Außentemperatur die Temperatur im Volk nur sehr viel langsamer abnimmt. Dies kann man zum Beispiel an Tag 6 gut erkennen (erster grauer Kasten). Die Außentemperatur nimmt um ca. 7°C zu. Die Kerntemperatur in Obelix nimmt in der gleichen Zeitspanne um 5°C zu. Im weiteren Verlauf nimmt die Außentemperatur um 10°C ab, während die Kerntemperatur in der gleichen Zeit nur um ca. 3°C abnimmt. Ein Weiters Beispiel ist an Tag 14 (zweiter grauer Kasten). Die Kerntemperaturen in beiden Völkern sind im Vergleich zu dem vorangegangene Verlauf auf einem relativ geringem Niveau, weil die Außentemperatur über einen längeren Zeitraum relativ niedrig war. Nun wird die geringe, aber schnelle Außentemperaturzunahme genutzt, um sowohl die Kern- als auch die Randtemperaturen wieder zu steigern. An Tag 15 fällt die Kurve der Außentemperatur fast senkrecht ab. Auch die Randtemperatur in Obelix, dem Volk in Holzbeute fällt stark ab. Die Temperaturen in Holzschutzgel fallen nur langsamer und weniger stark ab wegen der guten Dämmung. In Obelix muss die Bienentraube dafür sorgen, dass die Kerntemperatur nicht zu sehr abfällt.

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