Freax

Herzlichen Glückwunsch zum 25. Geburtstag, lieber Pinguin.

Mehr als die Hälfte Deines Lebensweges durfte ich Dich begleiten und muss sagen: der Einstieg war nicht leicht.

Den ersten Eindruck gewann ich von Dir in Form von Mandrake, das ich beim Osi noch käuflich erworben hatte. Frank installierte Dich gegen Bezahlung mit Tonnen an Gummibärchen als Dualboot-System … und doch flogst Du nach wenigen Monaten schon wieder von der Platte, weil ich schlicht damit überfordert war, meinen Scanner unter SANE ans Laufen zu bringen.

Wenig später kam der erste Kofler ins Haus und mit ihm eine SuSE. Die lebte schon viel länger, war sie doch kein Dualboot-System mehr, sondern pur auf einem älteren Rechner aufgesetzt.

In meinen Alltag drangst Du aber erst so richtig ein, als ich mit Svens großzügiger Hilfe und permanenter Unterstützung für SaW1 das Moodle unserer Schule von kvfg.de auf kvfg.org umzog (wieder SuSE – und dann gleich noch ein Server). Das Fieber hatte mich gepackt – die Linux-Maschinen vermehrten sich rasend schnell. Knoppix kam auf die Platten in der Schule (zuerst noch als zweites System neben XP), dann Debian, dann Ubuntu. Meine Computer-AG übte mit Warty Warthog Partitionieren und Installieren und ich stieg innerhalb kürzester Zeit komplett um. Arch, CentOS, Debian, Gentoo … ich kenne Dich inzwischen in fast allen Deinen Erscheinungsformen. Dualboot ist Vergangenheit – Windows gammelt als VM vor sich hin.

Inzwischen erinnere ich mich nur noch mit Mühe an den letzten Boot einer VM mit Windows, obwohl auch Microsoft sich verändert hat. Der einstige “Teufel aus Redmond”, die “Inkarnation des Bösen” führt die openSource Charts bei Github an, trägt Code zu Deinem Kernel bei und veröffentlicht immer mehr unter offenen Lizenzen. Nach Schwefel riecht es heute in Cuptertino. Egal. Ich mag beide nicht anfassen müssen. Stabilität und Freiheit sind mir heute wichtiger.

Auf LPIC1 folgte LPIC2, die Schule wurde LPIAAP und die ersten Prüfungskandidaten erreichten mehr Punkte in der Zertifizierung, als die mit im Raum sitzenden Lehrer. Zu Karlchen kam Karl, zuletzt Frisch … die Serverlandschaft entwickelte sich in den vergangenen Jahren zur KvFG Cloud.

Dank Dir kann ich schreiben: Das KvFG Netz könnte die Schule bei Verwendung kommerzieller Alternativen weder bezahlen, noch hätte es so an Diensten und Funktionen hinzugewonnen. Ich würde mich auch nicht darum kümmern. Andere Hobbies hätten sich entwickelt.

Schaun wir mal, wie Cloud und IoT Dich verändern und ob ich Dich in 10 Jahren noch genauso mag. Mit BSD steht die Alternative ja um die Ecke 😉

Webmailwanderung

Gestern Abend wanderte noch der Webmailer für die Konten benutzername@kvfg.tue.schule-bw.de (bisher direkt auf ServerG untergebracht) an seinen neuen Ort: https://www.kvfg.eu/webmail

Es bleibt erst einmal bei Roundcube als MUA, aber ich hirne schon ein wenig rum, ob nicht eine weitere Horde5 Installation gut wäre, damit wir mit den SuS auch PGP verschlüsselt kommunizieren können. Schaden würde es den SuS nicht, wenn sie sich mit Verschlüsselung zumindest auseinandersetzen könnten …

Dokumentenindexierung

Im schulischen Portfolio liegen leider immer noch nicht ausschließlich Textdateien, sondern meist eine Mischung aus nach Dokuwiki aufbereiteten Seiten einerseits (damit TXT) und Dokumentenanhängen (wilde Mischung aus allen möglichen Office Installationen gepaart mit viel PDF) andererseits. Die Dokumentenanhänge lassen sich nicht durchsuchen und ich dachte bisher immer, ich komme um eine “große Lösung” mit Apache Lucene / Solr nicht herum. Bis gestern Daniel das DokuWiki DocSearch Plugin fand. Dessen Beschreibungsseite verweist in einem Userbeitrag auf Apache Tika – einen Konverter, den ich bisher nicht kannte. Leider, denn diese liefert out of the box sehr gute Ergebnisse für unseren Zoo aus Officekram. Ein lokaler Test

zeigte, dass auch wild “gestaltete” pptx Dateien sehr ordentlich konvertiert werden. Ich schob noch ein paar der schlimmsten Dokumente aus meinem Projektgruppenbestand des LFB hinterher: Man scheint Tika füttern zu können, was man will – der Schalter -r (als Kurzform für –pretty-print) bewirkt Wunder.

Jetzt lief rund 30 Minuten lang Tika durch den Dokumentendschungel im KvFG Portfolio und ich schaute den vorbeirauschenden Status- und Fehlermeldungen zu. Trotz einiger font cache Probleme zeigt sich Tika stabil. Es läuft nicht einmal bei dem Versuch vor die Wand, unsere AES256 verschlüsselten ODT-Dokumente zu öffnen. Diese verwarf es mit einer leeren Ergebnis-TXT … und machte beim nächsten Dokument weiter. Brav so.

Die Ergebnisse bei der Suche im Portfolio wissen zu überzeugen. Ein Blick auf den Suchbegriff “Thunderbird” zeigt dies deutlich:

tika

Der Einzeltreffer auf einer unserer Wikiseiten wurde um eine Liste aus Dokumenten erweitert, die sich per Klick auf den URL zu diesen schnell öffnen lassen.

Dem Protokollspeicher habe ich dann gleich die Protokolle aus den Schuljahren 0607-0910 hinzugefügt. Damit ist alles, was ich gesammelt habe, eingestellt und der Umstieg von der noch unter Moodle 1.x.x geführten HTML-Protokollablage auf DokuWiki endlich abgeschlossen. An diese Bausstellen wollte ich auf Grund der angenommenen geringen Bedeutung und des hohen Arbeitsaufwandes bisher nicht ran – jetzt war es drag and drop der Dokumente in einen DokuWiki-Protokollarchiv-Bereich.

Ich richte die Indexierung mit Tika nun als Cronjob ein, der einmal in der Nacht läuft. Das spart Ressourcen. Und den zeitlichen Abstand zwischen Upload und Indexierung muss man halt aushalten.

Pydio ist tot

Wir schleppten seit einigen Jahren eine Pydio Installation für den Zugriff auf die Verzeichnisse auf dem Server (Home und Tausch) mit uns rum. Kurz vor den Ferien hat mir ein Serverupdate mal wieder den Zugriff zerschossen und ich beschloss, die Dinge neu zu denken: Der Zugriff auf ServerG läuft nun über ownCloud!

Anleitung ist hier zu haben: https://www.kvfg.net/wiki/doku.php?id=netz:owncloudsmb

Wer will, kann mit Hilfe der Desktop-Clients für eine Synchronisation des Homes in der Schule mit seinem lokalen Rechner sorgen. Automatisch. Weiter steht auch ein synchrone Textverarbeitung zur Verfügung und Dateien teilen geht selbstverständlich auch (am einfachsten, indem man diese als Link freigibt – alles andere ist zu viel Geklicke). Weiter können die anderen ownCloud Instanzen der Schule auf kvfg.eu eingebunden werden, so dass zumindest für uns LuL nun fett Speicherplatz in der Cloud liegt.

In der ferneren Zukunft bau ich das mit Hilfe von Colabora Office noch zum vollständigen Cloud-Office weiter aus … brauche dazu jedoch massiv viel mehr Serverpower als die VM Karlchen unter der Haube hat.

Alert

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Gipsstaub hat Nebenwirkungen. Heute um kurz vor 12 riss mich der Feueralarm aus der Arbeit am neuen Client.

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Der 1604er Client mit XFCE als Desktop nimmt langsam Formen an: Die Authentifizierung mit pam gegenüber unserem LDAP Server funktionierte bereits gestern und heute kam dann das Mounten der Tausch- und Homeverzeichnisse (pam_mount gegenüber Samba) dazu. Ich finde, inzwischen sieht er obendrein ganz erträglich aus. Die meiste Software für den Alltag ist auch an Bord. Jetzt fehlen noch drei Tage, die wir bräuchten, um die Startskripte am Client so hinzubiegen, dass alles rund läuft. Die Zeit sehe ich aber nicht mehr und Daniel hat seinen Arbeitskanal ebenfalls voll. Also bleibt der neue Client eine Weile Beta und wir starten mit dem alten 12.04er auch ins neue Schuljahr.

Wer beim Boot des Rechners in die entsprechende Eingabemaske … eingibt und so den Autostart abbricht, kann den 1604er-Client testen und im Bugtracker über seine Erfahrungen berichten.

InfR

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Der neue Informatikraum steht. Schön schlanke und trotzdem flotte Kistchen mit Core i5, 16GB RAM und SSD die darüber hinaus kaum zu hören sind. Da wir auf HDMI umgestiegen sind, wurden alle VGA Kabel frei.

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Als besonderes Schmankerl für alle LuL gibt es diese nun im Sekretariat zur Verwendung als Beamer-Kabel. Wenn das im nächsten Schuljahr nicht hilft, dann bleibt nur noch, jedem Lehrer sein eigenes zu kaufen. In dem Fall: Ein Kaltgerätekabel und ein Patchkabel gleich mit dazu – so zu sagen als Grundausrüstung für den Alltag bei uns.

Netzarbeiten

Die Todo-Liste für die Netzwerkarbeiten in den Ferien ist etwas übervoll geraten. Geplant und teilweise auch schon begonnen:

  • Mailserver mit Horde5 für die LuL unter Ubuntu 16.04.1 LTS komplett neu aufsetzen
  • Wetterserver von wview auf WeeWX umstellen
  • Upgrade des Servers Scolis auf Ubuntu 16.04.1 LTS
  • Upgrade des Servers Karlchen auf Ubuntu 16.04.1 LTS
  • Cisco Core Switch einbauen und evtl. auch für Netztrennung konfigurieren, sofern OpenVSwitch (s.u.) nicht zum Einsatz kommt
  • ServerG auf SBE2 mit OpenVSwitch umstellen, Benutzerkonten neu anlegen
  • Clients auf Ubuntu 16.04.1 LTS mit XFCE als Desktop komplett neu aufsetzen und hierbei evtl. auch noch von windbind auf pures LDAPs mit NFS Mounts für die Homes wechseln
  • Moodle DBs umstellen (Barracuda, Antelope)
  • ownCloud Updates, Moodle Updates, DokuWiki Updates
  • evtl. MRBS aus Moodle als Klassenarbeitsplaner herausnehmen und gesondert auf kvfg.info aufsetzen
  • VMHost auf Ubuntu 16.04.1 LTS umstellen
  • evtl. die Infrastruktur weiter virtualisieren statt den VMHost mit dem grauen Netz zu belasten

und nicht zuletzt:

  • Informatikraum komplett neu aufbauen und die alten Rechner darin in die Bibliothek sowie den S-Aufenthaltsraum umziehen

Das ist aber alles irgendwie auf der Muss-Liste und zeigt wenig Neues. Konsolidierung ist zwar wichtig – aber sie macht weniger Spaß, als neue Dinge in die Welt zu werfen und damit zu experimentieren.

onlyoffice

Ich habe mir deswegen in den letzten Nächten Onlyoffice auf einem unserer Server installiert, etwas darin herumkonfiguriert und -geklickt und sehe in dieser serverbasierten Software eine mögliche Alternative zu unserer vorhandenen synchronen Dokumentenverarbeitung in der Cloud auf Basis von Writer, Etherpad und Ethercalc. Eine weitere Alternative, die ich noch nicht auf einem eigenen Server getestet habe, wäre mit open365 ein Desktop-LibreOffice in der Cloud ohne weitergehende synchrone Kollaborationsfunktionen.

Sollte jedoch nextcloud schnell genug in die Pötte kommen, dann wäre mir ein Collabora-LibreOffice mit Cloud-Integration lieber: LibreOffice Writer ist bei uns (siehe oben) seit ein paar Jahren über die owncloud Installation auf kvfg.eu für synchrones Arbeiten verfügbar, funktioniert gut und überlebt Update um Update. Es ist demnach stabil. Eine Aussage, die ich weder zu onlyoffice noch zu open365 treffen kann. Dazu kommt: Ohne LDAPs Anbindung des Cloud-Office macht die ganze Geschichte nicht wirklich Sinn. Own-/Nextcloud plus Collabora-LibreOffice hätten das mit dabei.

In allen Fällen: Wir dürfen docker lernen.

Kiste

contact

Die Kiste mit Süßkram im Lehrerzimmer und deren Füllstand zwischen September 2015 und Juli 2016. Aktuell liegen darin Weihnachtsmänner – wie Blei.

PS: Und so wird aus einem Satz Bilder in zeitlicher Reihenfolge ein contact sheet: